
Ein integrativer Ansatz mit einer Verknüpfung der verschiedenen Dimensionen und Facetten ist bislang nicht erfolgt. Insbesondere fehlt die Integration von subjektiven Einschätzungen und Wertesystemen, obwohl diesen Faktoren eine hohe Bedeutsamkeit auf die persönliche und sportliche Leistungsentwicklung zugesprochen wird.
Während methodisch-praktische Interventionsmöglichkeiten zur Steigerung physiologischer Leistungsparameter vorliegen, wurde der Einfluss psychischer und sozialer Bedingungen bislang weniger erforscht. Dass diese Bedingungen einen bedeutenden Einfluss auf die Leistungsentwicklung der Athleten haben, ist unstrittig: Doch welche Faktoren wirken? Welche sind wesentlich? Wie wirken sie sich auf die Leistungskomponenten aus? Und wie kann zwecks Leistungsentwicklung wirksam interveniert werden?



Im Rahmen des Forschungsverlaufs sollen empirische Grundlagen für die Evaluation der gegenwärtigen Trainings- und Wettkampfpraxis und deren intendierter Steuerung erarbeitet bzw. ergänzt werden und über praktisch nutzbare Beiträge zur Erhöhung der Trainings- und Wettkampfqualität beitragen.
In den Blick des Forschungsinteresses rückt insbesondere die subjektive Sichtweise der Athletinnen/Athleten und Trainerinnen/ Trainer zur Einschätzung der Trainings- und Wettkampfqualität und -gestaltung. Zudem interessieren die Wechselwirkung der Athlet-Trainer-Interaktion auf die sportliche Leistungsentwicklung und das Maß bzw. die Richtung der vom Trainer zugestandenen Athleten-Mitbestimmung über die Trainings- und Wettkampfgestaltung sowie die vorliegenden strukturellen und prozessualen Bedingungen in Sportsystem (Verband, Verein ua.) und sportexternen Sozialräumen (Familie, Wirtschaft/Spornsoren, Politik, Beruf/Ausbildung u.a.).